Die älteste der drei Kirchen in der Gemeinde Hohendubrau wurde im Mittelalter errichtet und Teile der Grundmauern sollen aus dem 11. Jahrhundert stammen, weithin sichtbar ist die Kirche von Gebelzig. Die Kirche in Groß Radisch wurde, nach dem die Holzkirche bei einem Brand teilweise zerstört worden war, am 8. November 1801 geweiht. In Weigersdorf steht die jüngste der drei Kirchen. Der Bau wurde im Sommer 1846 mit der Grundsteinlegung begonnen. Die Kirche wurde am 20.12. 1846 geweiht. Der Glockenturm konnte erst 1877 errichtet werden.
Kirchgemeinde Sankt Georg Gebelzig
Die Kirche in Gebelzig besitzt einen der ältesten Holzaltäre Sachsens. Da in früheren Jahren der Platz in der Kirche nicht ausreichte wurde kurzehand eine weitere Empore hinzugefügt. Infolge des Bevölkerungsverlustes und geändertem Glaubensverständnis ist die Kirche heutzutage selten überfüllt. Die abgehaltenen Gottesdienste richten sich hauptsächlich an die evangelisch Gläubigen aus Gebelzig und den umliegenden Ortschaften. Bis vor wenigen Jahren haben auch die katholisch Gläubigen von Gebelzig und Umland ihre Gottesdienste regelmäßig in der Kirche Gebelzig abgehalten.
Ein kurzer Abriss der Kirchenhistorie von Gebelzig
Die erste urkundliche Erwähnung der Kirche in Gebelzig stammt aus einer Matrikel (Stammrolle) des Bistums Meißen im Jahre 1346. Es kann jedoch sicher davon ausgegangen werden, dass bereits zu früher Zeiten eine Kirche an diesem Standort zu finden war, die Grundmauern der Kirche stammen vermutlich aus dem 11. Jarhundert. Ein besonderes Kleinod der Kirche sind die über 500 Jahre alten Glocken im Kirchturm. Gegossen wurden die Glocken in der Glockengießerei Tetta. Die große Glocke hat die Inschrift " o felix namque et sacra omni laude dignissima" mit einem Marienstempel. Durch die Bemühungen des Pastor Harstick blieben die Glocken im 1. Weltkrieg vor dem Einschmelzen bewahrt, während des Zweiten Weltkrieges brauchten sie wegen ihres hohen Wertes ebenfalls nicht abgegeben werden. Bei Umbauarbeiten wurden wertvolle Bauernmalereien entdeckt. Diese stammen aus dem Mittelalter und zeigen im Bereich des Altares eine Stadt mit Zinnen und Türmen. Heute wird die Evangelische Kirchgemeinde Skt. Georg durch Frau Pastorin Christiane Mantschew betreut, Kontaktmöglichkeiten werden im Veranstaltungsplan bekannt gegeben.
Die Kirchgemeinde Groß Radisch
Die Groß Radischer Kirche wurde 1801 erbaut, im darauffolgenden Jahr wurde der Turm errichtet. Zum Neubau der Kirche mußte man sich kurz entschließen, das alte Holzkirchlein war durch Brand und Unwetter nicht mehr zu gebrauchen. Daher entschloß sich die Kirchgemeinde am gleichen Platz eine neue Kirche zu errichten. 1936 wurde die Kirche vom Blitz stark beschädigt, darauf war eine gründliche Erneuerung nötig. 1990 ist zu allem Übel in die Kirche eingebrochen worden, die damals entwendeten wertvollen heiligen Geräte und Bilder sind bis heut nicht aufgetaucht, Täter konnten ebenfalls nicht ermittelt werden. 1997 hat Kyrill das Dach der Kirche so stark beschädigt, dass es in den folgenden Jahren aufwendig saniert werden musste.
Die Kirche von Groß Radisch wird ebenfalls von Frau Pastorin Christiane Mantschew betreut, neben der Kirchgemeinde von Gebelzig gehört auch die Kirchgemeinde von Förstgen zu ihrer Zuständigkeit. Die Veranstaltungspläne für die Kirchen von Gebelzig und Groß Radisch sowie die Kontaktinformationen erhalten Sie im Downloadbereich unter Veranstaltungsplan Kirchgemeinde.
Evangelisch-Lutherische St. Trinitatisgemeinde Weigersdorf, Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK)
Wie bereits oben erwähnt, ist die Kirche in Weigersdorf die jüngste Kirche in der Gemeinde Hohendubrau. Bevor sie erbaut wurde, gingen die Weigersdorfer nach Baruth zur Kirche. Nach 1815 kam das ganze Gebiet infolge der Gebietsreformen nach dem Wiener Kongress von Sachsen an Preußen. Deshalb wurde Weigersdorf nach Groß Radisch umgepfarrt. 1830 vollzog dann der Preußenkönig Friedrich Wilhelm III. in seinem Herrschaftsgebiet eine Kirchenunion zwischen der Lutherischen und der Reformierten Kirche und setzte, oft gegen den Willen der Gläubigen, sein neues Gottesdienstbuch durch. Dagegen regte sich Widerstand in ganz Preußen, besonders aber in Schlesien um Breslau herum. Lutheraner gründeten gegen den Willen des Königs die sogenannte altlutherische Kirche. In Weigersdorf und Klitten entstanden 1843 zwei altlutherische Gemeinden. Die Kirche in Weigersdorf wurde 1846 gebaut, das Pfarrhaus 1852. Der erste Pfarrer der Gemeinde der aus dem sächsischen Kotitz gekommene Sorbe Jan Kilian (1811 - 1884) ist zugleich der berühmteste. Als Dichter von über 100 Kirchenliedern steht er unter den evangelischen und katholischen Sorben bis heute in einem guten Ruf. Als Pastor gründete und betreute er sehr erfolgreich die altlutherischen Gemeinden bis nach Muskau,Spremberg und Cottbus hin. 1854 wanderte er wegen der damaligen wirtschaftlichen Not und der fehlenden Glaubensfreiheit mit über 600 Gläubigen aus, und gründete den Ort Serbin in Texas. Dort wurde er vor allem durch eine intensive kirchliche Schularbeit zum geistlichen Vater des Texas Districts der Lutherischen KircheMissourisynode, der derzeit 1,2 Mio Mitglieder zählt. Mit der Gemeinde Serbin in den USA besteht seit 30 Jahren wieder reger Kontakt. Das abgebildete Holzkreuz wurde dort bei einer Erneuerung der Kirche aus den alten Balken der „Kiliankirche" in Serbin angefertigt und der Gemeinde in Weigersdorf geschenkt. In Weigersdorfwurde 1877, ein Jahr nach Beendigung der Bedrückung der Altlutherischen Kirche durch die preußischen Behörden, der Kirchturm ausgeführt. Bis dahin durften die Gotteshäuser der Altlutheraner nur Saalbauten sein, sahen mithin äußerlich oft aus wie ein Gasthaus. Neben der Kirche steht das Gemeindehaus, 1989 - 93 erbaut. Hier werden oft gut besuchte Veranstaltungen der Kirchgemeinde abgehalten. Besonders verpflichtet sieht man sich der Kinder und Jugendarbeit, wovon auch der angrenzende Abenteuerspielplatz zeugt, der 1995 auch mit Hilfe der Gemeinde Hohendubrau errichtet wurde. Die Freizeitangebote im Gemeindehaus werden aber nicht nur von den Mitgliedern der Kirchgemeinde gern angenommen. Betreut werden sie von einem im Jahr 2000 eigens dafür gegründeten Verein „EinLaden e.V". Auch manche Familienfeier findet in dem 120 m² großen Saal statt. Die Kirchgemeinde trat mit den anderen altlutherischen Gemeinden 1991 der Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK) bei. Die Kirchgemeinde wird seit 1992 durch Pfarrer Michael Voigt betreut. Die Kontaktdaten der Kirchgemeinde sind auf dem Veranstaltungsplan unter Download nachzulesen.
Kirchen in der Gemeinde Hohendubrau
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