Bereits im Jahre 2007 hat die Gemeinde Hohendubrau am Zertifizierungsverfahren zur Verleihung des European Energy Award erfolgreich teilgenommen. 2010 ist diese Auszeichnung für eine vorbildliche Energieeffizienz in unserer Gemeinde erfolgreich verteidigt worden. Am 01.11. 2010 wurde die Gemeinde Hohendubrau im Hygienemuseum Dresden für die erfolgreiche Verteidigung des Titels Energiespargemeinde ausgezeichnet. Dabei wurden nicht nur die Einrichtungen der Gemeinde auf ihre Effizienz überprüft, auch auf den bewusst sparsamen Umgang mit Energie in privaten Haushalten und den Unternehmen in der Gemeinde wurde dabei Wert gelegt. Laut Aussage des örtlichen Energieversorgers ist Hohendubrau eine der führenden Gemeinden was die Verbreitung von Photovoltaikanlagen in Sachsen anbelangt.
In den vergangenen Jahren wurde bei anstehenden Investitionen in der Gemeinde bereits viel Wert auf den schonenden Umgang mit den Energieträgern gelegt. So wird die benötigte Wärmeenergie im Komplex rund um das Schloß in Gebelzig durch eine umweltfreundliche Hackschnitzelanlage, und in den Sommermonaten durch eine thermische Solaranlage bereitgestellt. Auch am Standort der Gemeindeverwaltung in Weigersdorf wird neben dieser selbst, auch die Sporthalle und die Kindertagesstätte "Weiki" mit Wärmeenergie aus einer Hackschnitzelanlage beliefert. Hier gibt es bereits Bestrebungen privater Hauseigentümer über eine Fernwärmeleitung an die Wärmeversorgung durch die Biomasseheizung angeschlossen zu werden. Bei der abgeschlossenen Sanierung der Sporthalle wurde besonderer Wert auf die energetische Sanierung gelegt. Nicht nur dass die Hülle der Sporthalle aufwändig gedämmt wurde, auch ist auf dem Dach der Halle ebenfalls eine thermische Solaranlage zur Unterstützung der Hackschnitzelanlage installiert worden. In der ersten Ausbaustufe noch auf 4 Elemente beschränkt, sollen spätere weitere Module hinzugefügt werden.
Die Hackschnitzelanlage auf dem Gutshof in Gebelzig befindet sich im ehemaligen Speicher des Gutshofes. Möglich wurde diese hohe Investition auch durch Fördermittel auch der EU, jetzt wird diese Anlage von der EU als Referenzobjekt in der gesamten EU vorgezeigt. Auf der Südseite des Daches befindet sich die thermische Solaranlage mit welcher ein großer Teil der in den Sommermonaten benötigten Wärmenergie bereitstellen lässt. Die zum Betrieb der Anlage erforderlichen Hackschnitzel werden durch den Bauhof der Gemeinde durch die Pflege in den umliegenden Wäldern, aber auch durch die Ernte auf eigens dafür angelegten Weidenflächen gewonnen. Durch die Verwendung nachwachsender Energieträger entsteht für die Umwelt eine geringere CO² Belastung als dies bei Verwendung fossiler Brennstoffe möglich wäre. Das Holzhackschnitzellager wird regelmäßig mit Holzhackschnitzeln aus umliegenden Wäldern, dafür geeigneten Holzabfällen der Gemeinde und dafür angelegten Kurzumtriebsplantagen der Gemeinde befüllt.
Über der Heizungsanlage in Gebelzig wurde ein kleiner Schulungsraum eingerichtet welcher zur Weiterbildung bei Interesse gern genutzt werden kann. Hier können die verschiedensten Energieträger, fossil wie nachwachsend betrachtet und befühlt werden. Auch ist das Energieteam der Gemeinde gern bereit über seine Erfahrungen kompetent zu berichten.
Der Heizungsraum in Gebelzig ist mit einem großzügigen Fenster versehen worden. Damit können Interessierte jederzeit die moderne, umweltfreundliche Anlage betrachten. Der Pufferspeicher rechts im Bild wird sowohl über den Heizkessel aber auch die auf dem Dach befindliche Thermosolaranlage mit Wärme versorgt. Damit werden die zu verschiedenen Zeiten benötigten unterschiedlichen Wärmemengen ausgeglichen. Dies verlängert die Lebensdauer der Kesselanlage enorm.
Das Holzhackschnitzellager wird regelmäßig mit Holzhackschnitzeln aus umliegenden Wäldern, dafür geeigneten Holzabfällen der Gemeinde und dafür angelegten Kurzumtriebsplantagen der Gemeinde befüllt. Die dafür angelegten Weidenplantagen befinden sich auf anderweitig nicht nutzbaren Flächen innerhalb der Gemeinde. Das garantiert kurze Transportwege. Im Vergleich zur Verwendung fossiler Brennstoffe erspart die Wärmeenergiegewinnung von Holzhackschnitzeln ca. 150 Tonnen CO² jährlich. Holz als nachwachsender Rohstoff befindet sich in einem Kreislauf, die Verbrennung von Öl beispielsweise setzt das anfallende CO² jedoch zusätzlich frei. Dabei sollten die Risiken bei der Gewinnung fossiler Energieträger, von der Förderung bis zum Transport zum Endverbraucher auch nicht unerwähnt bleiben. So zum Beispiel austretendes Erdöl an der Förderstelle, beim Transport zu den Raffinerien und daraus folgende zum Teil irreparable Schäden für Natur und Umwelt.
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